Allgemeine Geschäftsbedingungen


1. Allgemeines

1.1 Ausdrücklich anerkannt und wirksam werden nachstehende Bedingungen mit Erteilung eines
Auftrages oder durch Abgabe eines Gebotes durch den Ersteigerer.

1.2 Rechtsgeschäfte werden ausschließlich zu diesen Bedingungen abgeschlossen. Auch wenn
das Auktionshaus OMNIA Auktionen nicht ausdrücklich widerspricht, werden abweichende
Bedingungen des Ersteigerers nicht Vertragsbestandteil.

2. Vermittlungsgeschäft

2.1 Versteigert werden durch das Auktionshaus OMNIA Auktionen als Vermittler Gegenstände
im Namen und für fremde Rechnung.

2.2 Anhand von Nummern, die ins Einlieferungsverzeichnis eingetragen werden, kann jeder
Auftraggeber erkennenn, welche Gegenstände von ihm angeliefert wurden.

3. Gebote

3.1 Gebote können persönlich, schriftlich, telefonisch oder elektronisch (mittels Live- Bieten-
Service) abgegeben werden.

3.3 Schriftliche Gebote müssen zur ordnungsgemäßen Abwicklung 24 Stunden vor der Auktion
vorliegen.

3.4 Es kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass bei telefonischen Geboten eine
Telefonverbindung tatsächlich zustande kommt.
Telefonische Gebote sind automatisch Gebote des Limitpreises, auch wenn eine Verbindung
beim Aufruf nicht zustande kommen sollte.

4. Versteigerung

4.1 Bei den vorliegenden Versteigerungen handelt es sich um öffentliche Versteigerungen i.S.d.
§ 383 III BGB.

4.2 Die Versteigerung eines Gegenstandes beginnt mit dem Aufruf zu dem im Katalog
ausgedruckten Preis.
Die im Katalog angegebene Preise sind Limitpreise.
Gesteigert wird bis 10 € um 1 €, bis 30 € um 2 €, bis 50 € um 5 €, bis 200 € um 10, bis 500 €
um 20 €, bis 1000 € um 50€ und ab 1000 € um 100 €.4.3 Die zur Versteigerung kommenden
Gegenstände können vor der Versteigerung besichtigt
und geprüft werden.

4.4 Es kommen gebrauchte Gegenstände zur Versteigerung.

4.5. Wenn nach dreimaligem Wiederholen des höchsten Gebotes ein Übergebot nicht abgegeben
wird und der vom Auftraggeber vereinbarte Limitpreis erreicht ist, wird der Zuschlag erteilt.

4.6 Wenn vom Versteigerer ein Gebot abgelehnt wird, bleibt das unmittelbar vorher abgegebene
Gebot verbindlich.
Wenn mehrere schriftliche Bieter gleiche Gebote abgeben, erhält der Bieter, dessen Gebot
zuerst abgegeben wurde, den Zuschlag.
Besteht über einen Zuschlag Uneinigkeit, kann der Versteigerer nach freiem Ermessen den
Zuschlag sofort zugunsten eines bestimmten Bieters wiederholen oder den Gegenstand
nochmals aufrufen.
Will ein Höchstbietender sein Gebot nicht gelten lassen, so kann der Versteigerer diesem
den Zuschlag trotzdem erteilen und die sich hieraus ergebenen Rechte weiterverfolgen. Er
kann aber auch den Zuschlag dem nächstniedrigeren Gebot erteilen oder den Gegenstand
neu aufrufen.

5. Vorbehalt des Versteigerers

5.1 Der Versteigerer behält sich das Recht vor Katalognummern (Lot-Nummern) zu trennen, zu
vereinen und außerhalb der im Katalog aufgeführten Reihenfolge anzubieten oder
zurückzunehmen.

5.2 Wenn das mit dem Einlieferer vereinbarte Limit nicht erreicht wird, erfolgt der Zuschlag
unter Vorbehalt. Das Angebot zum Limit an das Publikum bleibt jedoch bestehen. Der
Gegenstand kann bei Nachgebot des Limits auch an einen anderen Interessenten abgegeben
werden. Tritt dieser Fall nicht ein, wird der Vorbehaltsbieter benachrichtigt.
Gebote mit Vorbehalts-Zuschlägen sind für den Bieter vier Wochen verbindlich, für den
Versteigerer jedoch freibleibend.
Ein Anwartschaftsrecht des Vorbehaltbieters entsteht aber nicht.

5.3. Das Erstellen von Rechnungen und die Herausgabe der ersteigerten Gegenstände zeitlich mit
der Auktion zusammenhängend stehen unter dem Vorbehalt, dass dem Versteigerer kein
Irrtum unterlaufen ist.

5.4 Erst nach der vollständigen Begleichung aller offenen Forderungen des Auktionshauses
werden die ersteigerten Gegenstände herausgegeben. Bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung
verbleibt das Eigentum der ersteigerten Gegenstände i.S.d. §§ 449 I, 158 BGB bei
OMNIA Auktionen.

6. Zahlung

6.1 Der Kaufpreis wird mit dem Zuschlag fällig und kann an den Versteigerer entweder bar, mit
EC Karte, per Überweisung oder mit Scheck ausgeglichen werden. Bis zum Erhalt der
Bankgutschrift auf dem Konto des Versteigerers hat dieser ein Zurückbehaltungsrecht nach §
273 BGB bezüglich des versteigerten Gegenstandes.

6.2 Bei auswärtigen Ersteigerern, die telefonisch, schriftlich oder elektronisch geboten haben,
wird die Forderung mit Zugang der Rechnung fällig und ist innerhalb von 5 Werktagen zu
begleichen.

6.3 Das zugeschlagene Gebot ist der Nettopreis. Auf den Zuschlagspreis wird ein Aufgeld von
19 % zuzüglich der derzeit gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 % berechnet.
Da die Mehrwertsteuer nur auf die Provision und damit auf die Inlandsleistung erhoben wird,
ist sie für ausländische Bieter nicht erstattungsfähig, außer für Kunden der Europäischen
Gemeinschaft mit einer MwSt.-ID-Nummer.

7. Verzug

7.1 Der Versteigerer hat bei Zahlungsverzug (ab dem 11 Tag nach Erhalt der Rechnung) des
Ersteigerers wahlweise einen Anspruch auf Erfüllung des Vermittllungsvertrages oder kann
nach Fristsetzung Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen. In letzteren Fall verliert
der Ersteigerer seine Rechte aus dem Zuschlag und der Gegenstand kann auf einer neuen
Auktion erneut versteigert werden. Bei einem evtl. Mindererlös haftet der Ersteigerer, bei
einem Mehrerlös hat er keinen Anspruch.

8. Übergabe

8.1 Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme durch den Ersteigerer nach der Auktion.

8.2 Der Ersteigerer verpflichtet sich, innerhalb von 10 Tagen die ersteigerten Gegenstände
abzuholen. Der Versteigerer übernimmt dabei keine Haftung für Verlust oder
Beschädigungen. Ausgenommen sind jedoch solche, die auf grobe Fahrlässigkeit oder
Vorsatz beruhen.

8.3 Bei nicht rechtzeitiger Abholung durch den Ersteigerer gerät dieser in Annahmeverzug.

8.4 Nach Ablauf von 14 Tagen ist der Versteigerer berechtigt, die Gegenstände auf Kosten des
Ersteigerers bei sich oder einem Dritten einzulagern, wofür pro Gegenstand und Tag eine
Kostenpauschale von bis zu 5,00 € zzgl. MwSt bzw. der Satz des Lagerunternehmers anfallen
können. Dem Ersteigerer bleibt vorbehalten nachzuweisen, dass Kosten nicht bzw. nicht in dieser
Höhe angefallen sind.

9. Gewährleistung

9.1 Kataloge werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und dienen ausschließlich der
Information. Sie bieten keine Beschaffenheitsgarantie im Rechtssinne. Alle Gegenstände
werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei der Erteilung des Zuschlags
befinden.

9.2 Bei fehlerhaften Übersetzungen der Kataloge vom Deutschen in andere Sprachen
übernimmt der Versteigerer keine Gewähr.

9.3 Telefonische Auskünfte seitens OMNIA Auktionen sind nur nach schriftlicher Bestätigung
verbindlich. Dies gilt ebenfalls bei Auskünften von gesetzlichen Vertretern, Erfüllungs-
und Verrichtungsgehilfen von OMNIA Auktionen.

9.4 Versteigert wird unter Ausschluss der Gewährleistung, sofern dem Versteigerer keine
vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung zur Last fällt und die im Verkehr
erforderliche Sorgfalt gewahrt wurde .

9.5 Dem Ersteigerer stehen gegen den Einlieferer für die Dauer eines Jahres seit dem Zeitpunkt
der Übergabe Gewährleistungsansprüche zu, sofern der Ersteigerer Verbraucher ist. Ist der
Ersteigerer Unternehmer, entfällt der Gewährleistungsanspruch.

10. Haftung des Versteigerers

10.1 Für Personenschäden findet eine unbeschränkte Haftung statt. Das gleiche gilt für Schäden,
die dem Ersteigerer infolge einer vom Versteigerer vorsätzlich oder grob fahrlässig verübten
Pflichtverletzung entstanden sind.

10.2 Für vertragstypische Schäden, die dem Ersteigerer infolge einer vom Versteigerer verübten
wesentlichen Vertragspflichtverletzung entstanden sind, tritt eine Haftung auch dann ein,
wenn dem Versteigerer leichte Fahrlässigkeit zur Last fällt. Im Übrigen ist eine Haftung für
leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Eine wesentliche Vertragspflichtverletzung im
vorgenannten Sinne ist eine solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des
Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig
vertraut und vertrauen darf.

10.3 Der o.g. Haftungsausschluss gilt auch für gesetzliche Vertreter und Erfüllungs- und
Verrichtungsgehilfen des Versteigerers. 11. Gefahrenübergang

11.1 Mit Erteilung des Zuschlags geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen
Verschlechterung des Gegenstandes auf den Ersteigerer über.

11.2 Die Verpackung, Versicherung und Versendung (§ 447 I BGB) ersteigerter Gegenstände
erfolgt auf Kosten und Gefahr des Ersteigerers.

12. Gegenstände des dritten Reiches

Sofern OMNIA Auktionen Gegenstände des Dritten Reiches versteigert, erfolgt dies allein zu
Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger
Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der
Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder zu ähnlichen Zwecken.

13. Nicht anwendbare Vorschriften

13.1 Bei den vorliegenden Versteigerungen handelt es sich um Versteigerungen i.S.d. § 156
BGB - unbeschadet wie das Gebot durch den Ersteigerer erteilt wird - da die Versteigerungen
durch Zuschlag des Auktionators und nicht durch Antrag und Annahme ergeht.

13.2 Die §§ 474 ff BGB sind zum einen mangels Kaufvertrags zwischen Versteigerer und
Ersteigerer nicht anwendbar, sofern es sich nicht um Eigenware von OMNIA Auktionen
handelt, dessen ungeachtet aufgrund des § 474 I S.2 BGB nicht einschlägig.

13.3 Darüber hinaus besteht gem. § 312 d IV Nr. 5 BGB auch kein Widerrufsrecht bei
Fernabsatzverträgen seitens des Ersteigerers.

14. Nachverkauf

14.1 Ein nach der Versteigerung stattfindender Nachverkauf stellt ebenfalls ein
Vermittlungsgeschäft zwischen dem Versteigerer und dem Einlieferer dar. Die Vorschriften
des § 14 der Versteigerungsbedingungen gelten auch für den Nachverkauf.

15. Gerichtsstand

15.1 Erfüllungsort ist Rauenberg.
Ist der Ersteigerer Unternehmer oder hat er keinen allgemeine Gerichtsstand im Inland, so ist
der Gerichtsstand Wiesloch

15.2 Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN - Kaufrechts. 16. Schlussbestimmung
Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise gegen zwingendes
Gesetzesrecht oder aus anderen Gründen nichtig oder unwirksam sein, so bleibt die
Gültigkeit der übrrigen Bestimmungen davon unberührt.

16. Schlussbestimmung

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise gegen zwingendes
Gesetzesrecht oder aus anderen Gründen nichtig oder unwirksam sein, so bleibt die
Gültigkeit der übrrigen Bestimmungen davon unberührt.





Rauenberg, den 01.09.2014


OMNIA Auktionen © 2018
powered by AuctioNovo GmbH